Zum Greifen nah

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Noch kein Kunde?

Status Quo

Der postalische Versand limitiert ein bewährtes Produkt

Seit vielen Jahren kennen Millionen Deutsche die SCHUFA-Auskunft. Sie benötigen die bekannteste und etablierte deutsche Auskunft als schriftlichen Nachweis Ihrer Solvenz zum Beispiel gegenüber Vermietern, um an Ihre Traumwohnung zu gelangen. Zu diesem Zweck wird in der Regel ein professionell gedrucktes Dokument benötigt.

Diese schriftliche Auskunft kann zwar längst online bestellt werden, jedoch verlangte der Produktions- und Vertriebsweg per Post den Kunden stets einige Tage Geduld ab – trotz optimierter Abläufe. So mancher Vermieter in Ballungsräumen winkte da ab und vergab die Traumwohnung anderweitig.

Das Vorhaben

Schaffung eines neuen digitalen Produkts

Dem etablierten Produkt soll im Zuge der Digitalen Transformation eine Variante zur Seite gestellt werden, welche alle Vorzüge der bekannten Auskunft besitzt und diese gleichzeitig mit den Vorteilen eines digitalen Produkts vereint.

Diese Variante der Auskunft soll dem Kunden in Echtzeit zur Verfügung stehen und somit den größten bisher bekannten Nachteil des postalischen Versands ausgleichen.

Die neue Bestellstrecke soll zusätzlich bei geeigneten Kooperationspartnern, wie etwa Immobilienportalen, nahtlos in deren Onlineportale integriert werden können.

Herausforderungen

Ein neuer Vertriebsweg, technische Unwägbarkeiten, viele Akteure, zeitliche Limits

Neben der Produktintegration über Kooperationspartner war die Einbeziehung in die bestehenden fachlichen und technischen Prozesse eine der interessantesten Herausforderungen. Beteiligte Informationssysteme kommunizieren teilweise technisch auf verschiedene Art oder Verbindungen zwischen ihnen waren gänzlich neu zu schaffen.

Bei allen Überlegungen zur technischen Implementierung standen stets die Sicherheit und Exklusivität der Daten sowie der sichere Ausschluss von Datenmissbrauch an oberster Stelle.

Interessant auch, dass dieses Projekt verschiedenste Abteilungen des Kunden durchschnitt, also die Zuständigkeitsbereiche verschiedener Ansprechpartner betraf und somit ein breites Gremium organisatorisch in das Projekt zu involvieren war.

Aus verschiedenen Gründen gab es lediglich ein schmales Zeitfenster, dieses Projekt wirtschaftlich erfolgreich zu implementieren – bereits vor Projektbeginn war somit klar, dass sowohl unsere Softwareentwickler als auch unsere Projektmanager gut gefordert werden.

Projektorganisation

Agile trifft auf klassisches Projektmanagement

Für die gemeinsame Kommunikation und Abstimmung mit allen Stakeholdern wurden auf Kundenseite Instrumente des klassischen Projektmanagements erwartet. Dies umfasste Projektzeitpläne, Gantt-Diagramme, klassische Milestones.

Spannend hierbei war, dass zum frühen Zeitpunkt der Projektanbahnung anstatt eines finalisierten Lastenheftes lediglich für das Vorhaben wesentliche Projekteckpunkte beschrieben waren.

Anstatt die zeitraubende vorherige ganzheitliche Finalisierung der Anforderungen in Kauf zu nehmen, berieten wir den Auftraggeber zu einer agilen Vorgehensweise, eine Methode, Software inkrementell zu entwickeln. Dabei wird bereits sehr früh erste lauffähige Software ausgeliefert und für Integration und Tests zur Verfügung gestellt. Projektrisiken lassen sich eher als gewöhnlich erkennen, der Geschäftswert rückt in den Fokus und alle Stakeholder erhalten wirkungsvolle Mittel an die Hand, auf unvorhergesehene Änderungen der Anforderungen stets adäquat reagieren zu können.

Der zusätzliche Aufwand für den Kunden war eine überaus enge Kooperation, fortlaufend aktive Beteiligung an der Entwicklung sowie die Inbetriebnahme und Prüfung zahlreicher Teillieferungen.

Der Lohn für alle ist ein lauffähiges Produkt mit einem während der Projektlaufzeit mehrfach flexibel nachjustierten Fokus. Beinahe überflüssig zu erwähnen, aber auch in diesem Projekt erfolgte die finale Auslieferung selbstverständlich termingerecht.

Agile Softwareentwicklung

Flexible Methoden für volatile Anforderungen

Unser Software-Design orientierte sich konsequent an der mit nur kurzem Vorlauf entstehenden abschnittsweisen fachlichen Detailkonzeption. Durch modulare Software-Architektur ist es uns möglich, Software zeitnah und fortlaufend den sich stetig konkretisierenden Anforderungen und ändernden Detailspezifika anzupassen.

Testautomatisierung als Garant für funktionierenden Code

Wir setzen konsequent auf akzeptanztestgetriebene Entwicklung (Acceptance Test-Driven Development, ATDD). Fachliche Kundenanforderungen werden in automatisierte Tests übertragen. Dies trägt wesentlich zur nötigen Transparenz und Aussagefähigkeit über den aktuellen Entwicklungsfortschritt, den derzeitigen Zustand und das Verhalten der Software bei.

Dem Konzept des Domain Driven Design (DDD) folgend, benutzen unsere Entwickler sowohl in der Software, als auch in der begleitenden Dokumentation und innerhalb der Tests dieselbe Sprache und Begrifflichkeit die der Kunde in seinem Fachbereich verwendet. Dies trägt wesentlich zu einer transparenten, intensiven Abstimmung und Synchronität zwischen den Teams auf Auftraggeber- und unserer Seite bei.

Durch eine hohe Abdeckung mit automatisierten Softwaretests (Akzeptanz- und Unit-Tests) wurden kontinuierliche Änderungen, Erweiterungen und die sichere Refaktorisierung des Codes möglich, so dass auf Teillieferungen folgendes Kundenfeedback in der laufenden Entwicklung zuverlässig und unmittelbar berücksichtigt werden konnte.

Der intensive und direkte Kontakt zwischen unserem Entwickler-Team und dem Team des Auftraggebers war der vielleicht wichtigste Baustein für den Erfolg des Softwareprojektes.

Die richtige Architektur ist entscheidend

Aus der Vielzahl der in das Vorhaben zu integrierender heterogener Informationssysteme entstand die Notwendigkeit, eine Architektur zu verwenden, die die Implementierung der Fachdomäne von der technischen Infrastruktur entkoppelt. Die Wahl fiel auf eine hexagonale Architektur. Dies ermöglichte es uns, nicht zielführende Abhängigkeiten zwischen Komponenten und der Fachdomäne aufzulösen und bestehende Module bei Bedarf fortlaufend zu aktualisieren oder auszutauschen.

Der Zuwachs an Flexibilität in der Entwicklung, die rasche Wandelbarkeit der Software und die stetige Kompatibilität gegenüber Drittsystemen war ein weiterer Aspekt für den Erfolg des Projekts.

Ergebnis

Digitalisierung schafft Mehrwert

Durch die Neuausrichtung und Digitalisierung eines bewährten Produkts wurden konsequent Defizite beseitigt und zusätzlicher Wert für Kunden geschaffen.

Das Ergebnis ist denkbar einfach nutzbar. Kunden erhalten innerhalb weniger Minuten Zugriff auf ihre persönliche Auskunft, egal ob am Desktop oder über das Smartphone. Das Dokument kann entweder gedruckt werden, um es Dritten nach wie vor auf Papier vorzulegen oder alternativ berechtigten Interessenten der Zugriff direkt online gewährt werden.

Das Resultat ist ein Produkt, welches im Inhalt die gewohnte Qualität und Aussagekraft liefert und gleichzeitig alle Vorteile eines digitalen Vertriebsweges in sich vereint.

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